VOEST ALPINE STAHL LINZ gründet Tochterunternehmen mit Kernkompetenz Logistik (Presseaussendung)
Jahrzehntelange Erfahrung, einzigartiges Know-how und eine optimale Infrastruktur: die Logistik Service GmbH ― LogServ ―, jüngste Tochter der VOEST-ALPINE STAHL LINZ, erfüllt alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung. Vorteile, die das Unternehmen konsequent zur Bearbeitung des Logistikmarktes im Kernbereich Industrie nutzen wird.
Im Fokus der Linzer Logistik-Profis: die heimische Großindustrie, im besonderen in den Segmenten Baustoffe, Chemie, Maschinen- und Anlagenbau, Metallerzeugung und -verarbeitung. Im Marktsegment der Industrie-Logistik strebt die VOEST ALPINE STAHL LINZ-Tochter klar die Marktführerschaft an. „Wir werden dieses Ziel rasch realisieren, da es bislang kaum ausgesprochene Industriespezialisten gab. Die Konkurrenz kann nur Teilbereiche abdecken und bietet keineswegs unser umfassendes Leistungsspektrum“, betont Mag. Christian Janecek, Geschäftsführer der LogServ.
Im Geschäftsbereich Servicelogistik, in dem Reparatur- und Serviceleistungen für Gleisanlagen, Lokomotiven und Waggons angeboten werden, hat das Linzer Unternehmen als einziger privater Anbieter in Österreich die Zulassung als Werkstätte für ÖBB und DB. „Mit unserer Servicelogistik sprechen wir vor allem Unternehmen mit eigenen Werks- oder Anschlussbahnen sowie Vermieter von Privatgüterwagen an, ein Marktsegment mit sehr viel Potential“, ist Janecek überzeugt. Neben dem umfassenden Angebot für den Bahnbetrieb bietet dieses Geschäftsfeld auch Serviceleistungen für Kraftfahrzeuge aller Art - vom normalen Pkw über Lkw bis hin zu hochspezifischen Sonderfahrzeugen - sowie komplettes Fuhrparkmanagement.
Zweites Standbein: Transportlogistik
Im Geschäftszweig Transportlogistik umfasst das Leistungsspektrum der LogServ alle Aspekte der industriellen Standort- und Werkslogistik – von der Planung bis zur Schulung des Personals. „Aufgrund unserer jahrzehntelangen Tätigkeit innerhalb der VOEST ALPINE STAHL verfügen wir dabei über einzigartige Erfahrung. Wir haben zum Beispiel im vergangenen Geschäftsjahr rund 100 Mio. Tonnen Fracht für den Stahl-Standort Linz transportiert. Wir wollen das erworbene Know-how nun auch anderen Unternehmen anbieten“, erklärt Janecek.
Das Tochterunternehmen der VOEST ALPINE STAHL LINZ wird natürlich weiterhin die Logistik-Aufgaben für die Mutter übernehmen, als „Dauerauftrag“ ist dies freilich nicht zu verstehen, wie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der VOEST ALPINE AG Dr. Wolfgang Eder unmissverständlich klarstellt. „Es wird sicherlich diesbezüglich keinen Zentralismus geben, wir wollen sowohl intern als auch extern die Konkurrenzfähigkeit forcieren.“ Die Gründung einer Logistik-Tochter war für Dr. Eder eine logische Maßnahme innerhalb der strategischen Ausrichtung des Konzerns. „Wir konzentrieren uns auf die Kernkompetenzen und wollen die logistischen Aktivitäten in einer schlagkräftigen Einheit bündeln. Klarerweise wollen wir mit diesem Unternehmen auch die Marktchancen nutzen, um Gewinne zu erwirtschaften.“ Für den Konzern ergeben sich klare Kosten-Vorteile durch Bedarfs-Pooling und Prozessoptimierung. „Kein unwesentlicher Faktor, wenn man bedenkt, dass annähernd 20 Prozent unserer Kosten durch Logistik entstehen“, so Dr. Eder.
Drittes Geschäftsfeld der LogServ ist die Kontraktlogistik, in der das Unternehmen als Mittler auftritt. Janecek: „Auch hier stimmen uns die bisherigen Erfahrungen zuversichtlich. Wir werden heuer rund 14 Millionen Tonnen Fracht in diesem Bereich bewegen, und dies ohne eigenen Fuhrpark.“
Umsatzziel: 840 Mio. Schilling (rund 61 Mio. €) Das Marktvolumen für das Gesamtunternehmen sieht der Geschäftsführer ungemein optimistisch. „Erfahrungsgemäß belaufen sich die Logistikkosten in der Industrie auf rund 20 Prozent des Umsatzes – ein gewaltiges Marktpotential wenn man nur den Gesamtumsatz der TOP-50-Industrieunternehmen in Österreich von rund 1 Billion Schilling (rund 78 Mrd. €) heranzieht.“ Bis 2006 wird ein Umsatz von rund 840 Mio. Schilling angestrebt.