Um Kundenwünschen gerecht zu werden, bzw. um die Wettbewerbsfähigkeit am externen Markt zu steigern, wurde das Projekt "Fackel und Stickstoffspülanlage" entwickelt.
Die Anlage, die sich seit Mai 2003 im Probebetrieb befindet, soll einen zusätzlichen Umsatz von ca. einer Million Euro pro Jahr bringen.
"Damit bieten wir unseren Kunden ein umfassendes Servicepaket für Gaswaggons aus einer Hand, beginnend mit der Restgasentleerung samt Reinigung über die Instandhaltung bis hin zur Vorbereitung für eine neuerliche Befüllung durch Inertisierung mit Stickstoff", meint Hr. Hirnschrodt, Leiter dieses Projektes.
Die Fackelanlage besteht im Wesentlichen aus einem unterirdischen Propangastank, zwei Wassertanks, einem Stickstofftank, dem Steuercontainer sowie dem zehn Meter hohen Schornstein.
Eine ausgeklügelte Brennersteuerung in Verbindung mit einer permanenten Stützflamme verhindert, dass bei der Entleerung der Waggons Gas unverbrannt entweichen kann. In den Waggons werden verschiedene Gase, vorwiegend jedoch Propan, Butan und deren Gemische transportiert.
Je nach Art der geplanten Instandhaltungsarbeiten wird das Restgas entweder mit Wasser oder mit Stickstoff über eine Gasleitung zur Fackel gedrückt, und dort mit über 1000°C nahezu rückstandsfrei verbrannt.
Die modernste Fackel-Anlage Europas ist auf dem neuesten Stand der Technik, und kann somit die überdurchschnittlich hohen Auflagen der Umweltbehörde am Standort Linz erfüllen.
"Damit setzen wir einen weiteren strategisch wichtigen Schritt für die Zukunft unserer Werkstätte", erklärt Johann Kloimstein, Prozessverantwortlicher für den Bereich Bahn.