CargoServ

3.11.2003 / EVU Konzession an LogServ verliehen

Zuvor trat die voestalpine Stahl als Inhaberin der Konzession formal als EVU auf. "Warum erst jetzt? Weil es zum Zeitpunkt der Beantragung der Ur-Konzession die LogServ, die am 1. April 2001 verselbständigt wurde, als Unternehmen noch gar nicht gab. Außerdem muss man als Konzessionswerber eine Reihe von wirtschaftlichen Leistungsnachweisen, wie zB Bilanzen vorlegen, was auch erst später möglich war. Um eine Konzession beantragen zu können, muss der Antragsteller eine bestimmte Unternehmensgröße haben. Das ist auch der Grund, warum die LogServ das EVU und die CargoServ die Marke ist, unter der Eisenbahn-Transportdienstleistungen angeboten werden, da einem Unternehmen in der Größenordung der LogServ-Tochter CargoServ nie eine Konzession erteilt worden wäre.

 

Im September konnte die LogServ als frischgebackenes EVU dann auch gleich beweisen, was Flexibilität im Eisenbahngütertransport bedeutet: innerhalb von nur zwei Arbeitstagen wurde für die deutsche Privatbahn Rail4Chem ein Zug auf Schiene gebracht. Für eine rund einmonatige Kampagne fuhr die CargoServ wöchentlich zwei mit Methanol beladene Züge von Passau nach Krems und retour. Zuvor musste jedoch mit der Eisenbahnbehörde und dem ÖBB-Netz eine Unmenge von Details geklärt werden - bis hin zur Genehmigung einer österreichweit gültigen Dienstvorschrift. Und das alles innerhalb von nur zwei Arbeitstagen ab der Anfrage des Kunden - das ist rekordverdächtig! Ein großes Lob gebührt dabei dem Verkehrsministerium und dem ÖBB-Netz aussprechen, die rasch und unbürokratisch unterstützt und damit gezeigt haben, dass Eisenbahn-Liberalisierung in Österreich mittlerweile kein leeres Schlagwort mehr ist!