7.10.2003 / Übernahme DSM Gesamtlogistik (Presseaussendung)
Gemeinsam statt einsam: Konsortium um Schenker und LogServ übernimmt Gesamtlogistik für DSM.
(Presseaussendung)
Ein Ansprechpartner und die Kompetenz von drei Spezialisten – mit ihrem für den gemeinsamen Kunden DSM Fine Chemicals Austria erarbeiteten Konzept gehen die Logistik-Profis von Schenker, LogServ und Hoyer einen neuen, erfolgversprechenden Weg. Das Konsortium übernimmt für vorerst drei Jahre die gesamte Logistik für das DSM-Werk in Linz und damit die Abwicklung aller Transporte auf Straße, Schiene, zu Wasser und Luft.
Das Neuartige daran ist die enorme Vielfalt der Logistikleistungen, die – aus Sicht des Kunden – von einem einzigen Ansprechpartner koordiniert werden. Diese Funktion des „Lead Logistic Providers“ wird von Schenker ausgeübt, die sowohl die LKW-Straßentransporte als auch die Bereiche Übersee und Luftfracht abwickelt.
LogServ managt den Bereich Bahnfracht Der Bereich Bahnfracht wird von der LogServ übernommen; sie zeichnet für den Betrieb der DSM-Werksbahn, den Bahnfrachteneinkauf, die Abwicklung aller ein- und ausgehenden Bahntransporte, die Ablauforganisation und das Waggonmanagement verantwortlich. Die Flüssigtransporte auf der Straße und im kombinierten Verkehr werden mit der Firma Hoyer durch ein weiteres Spezialunternehmen bewältigt.
Die Kooperationspartner übernehmen damit die Komplettorganisation aller ausgehenden Frachten von DSM Fine Chemicals Austria. In Summe bewegen sie damit ein jährliches Gesamtfrachtvolumen von rund fünf Millionen Euro. „Der Kunde wollte einen An-sprechpartner mit lokaler Kompetenz in allen Logistikfragen und zu-gleich mit einem Europanetzwerk für standardisierte Abläufe sowie einem weltweiten Netzwerk mit Einkaufspower für die See- und Luftfracht. Im Konsortium können wir dieses Anforderungspaket erfüllen und alle Verkehrsträger kompetent abdecken“, erklärt Kurt Leidinger, Prokurist der Schenker-Niederlassung Hörsching. Die damit verbundenen Herausforderungen für das Dienstleister-Konsortium sind allerdings beträchtlich. „Ein wesentlicher Punkt an unserem Konzept ist die Erkenntnis, dass einer alleine nicht alles kann“, erklärt LogServ-Geschäftsführer Christian Janecek. „Wir alle haben Stärke bewiesen, indem wir unsere Schwächen zugaben und sind damit zu Partnern statt zu Konkurrenten geworden.“
Als Beispiel hierfür gelten die Gefahrguttransporte, die einen wesentlichen Teil am Gesamtvolumen ausmachen. „In unserer Geschäftsstelle Hörsching wurden dafür vier Mitarbeiter zu Gefahrgutbeauftragten nach der ADR-Norm ausgebildet“, so Schenker-Prokurist Leidinger. Das Unternehmen selbst ist nach dem SQAS – Safety Quality Assesment System zertifiziert und besitzt damit als einer der wenigen Spediteure dieses für Chemiezulieferer interessante Zertifikat. Darüber hinaus stellt der Chemiefuhrpark und das Kompetenznetzwerk von Hoyer eine wichtige Voraussetzung für die europaweite Abwicklung der Gefahrguttransporte dar.
Aus Sicht des Kunden stellt das vorliegende Konzept den Beginn einer tief gehenden Zusammenarbeit dar. DSM-Prokurist Andreas Rauch erwartet sich darüber hinaus von den Projektpartnern die Entwicklung geeigneter Maßnahmen, um die durch das Road Pricing entstehenden Zusatzkosten auf ein Minimum zu beschränken. Für LogServ-Geschäftsführer Christian Janecek ist dieses Zusammenrücken durchaus wünschenswert: „Auch wir erwarten uns für die Zukunft noch einiges von dieser Kooperation. Sie stellt jedenfalls auch für ähnliche Unternehmen in Österreich eine interessante Lösung dar.“
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Das Logistik-Konsortium Schenker-LogServ-Hoyer und Kunde DSM bei der Vertragsunterzeichung